Auflicht, also Reflexion:

 

                                             Goldspiegel

 

Vor vielen Jahren hatte die Weleda AG ein Projekt umgesetzt:

Es wurden halbdurchlässige Goldspiegel hergestellt, und an die anthroposophische Ärzteschaft gegeben.

 

Im Verlauf meines Studiums konnte ich die Schönheit und meditative Anregungskraft

eines solchen Goldspiegels miterleben durch einen Arzt damals (Dr. O. Koob).

 

Betrachtet man hier das Gold im Auflicht, erscheint es wie allgemein bekannt in metallischem Glanze (Bild 1).

Hält man jedoch die Scheibe ins Gegenlicht. erscheint sie in einem wundervollen Grün-

eigentlich auch ein Viridiangrün (Bild 2).

 

Seither hat mich die Sache nicht mehr verlassen, und so habe ich nunmehr dieses Projekt

neu aufgelegt und erweitert.

 

Die hier angebotenen Goldspiegel werden so ähnlich hergestellt wie einige spezielle Präparate

der anthroposophischen Medizin, also wie z.B. das Präparat „Aurum praeparatum metallicum”:

Das elementare Gold wird im Vakuum zum Verdampfen gebracht,

und kondensiert hernach an einer Glasscheibe.

Jedoch wird im Falle des halbdurchlässigen Spiegels darauf geachtet,

daß die Schichtdicke des Goldes außerordentlich dünn gerät: Nur „einige Atome dick” ist diese Schicht!

Diese Schicht ist sehr empfindlich, und wird aus diesem Grunde  auf der hinteren Seite

von einer Glasscheibe geschützt.

Im Laufe der kommenden Auflagen dieses Projektes werden durchaus verschiedene Schichtdicken

ausprobiert werden, und demnach werden die Farbintensitäten auch immer etwas unterschiedlich ausfallen.

Hier in dieser ersten Ausgabe ist das  Grün sehr zart entstanden.

 

In dieser ersten Auflage dieses Projektes ist das Verhältnis von Transmission zu Reflexion ca. 50:50,

und das mir vorliegende Meßprotokoll zeigt eine  maximale spektrale Transmission bei 540 nm.

Auf einer Glasplatte sind 0,36 Gramm reinen Goldes aufgebracht.

Wer vielleicht jene früheren Goldspiegel aus dem Weleda-Projekt noch kennt, für den sei angemerkt,

daß die Spiegel in dieser ersten Neuauflage anders aussehen:

Es ist die gesamte Glasplatte teilverspiegelt, und nicht, wie damals,

eine kreisrunde Fläche von ca. 6 cm Durchmesser.

Dementsprechend ist die Goldmenge auf die ganze Fläche verteilt, und somit zarter.

Auch wird damals das Verhältnis von Transmission zu Reflexion anders gewesen sein.

Ich schätze heute, daß es 70T zu 30R gewesen sein dürfte.

Das konnte ich aber erst jetzt beurteilen.

 

Für Menschen, die gerne photographieren, sei angemerkt, daß sich mit diesen wunderschönen

„halbdurchlässigen Goldspiegeln“ spannende Experimente mit Licht, Farbe und Schatten gestalten lassen.

 

(In den Abbildungen hier lassen sich diese Farben nicht wirklich darstellen,

v.a. das zarte Grün läßt sich gar nicht darstellen.)

 
Klavierstimmer auf  Rügen

Goldspiegel

Goldrubinglas

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


                                        Goldrubinglas

 

Die rote Farbe dieses Glases verhält sich zum Grün des halbdurchlässigen Goldspiegels

als Komplementärfarbe. (Bild Nr. 3)

Diese Farbe verhält ziemlich unterschiedlich, je nachdem, welchem Lichte sie begegnet.

Der Hintergrund dieses Textes hier ist z.B. ein eingescannte Glasplatte. (Durchlicht)

 

„Goldrubinglas” ist eine Sammelbezeichnung für zartrosa bis dunkelrote Gläser,

die mit in der Glasschmelze gelöstem, kolloidalem Gold gefärbt worden sind.

Farbwirksames Pigment ist hier der „Goldpurpur”

Die Färbung ist im aus der Schmelze abkühlenden Glas nur unvollkommen oder auch gar nicht sichtbar,

und erscheint erst beim Wiedererhitzen in ihrer vollen Farbqualität.

Dieses Verhalten wird „Anlauffarbe” genannt.

 

Die Färbungen beim Goldrubinglas entsteht -so eine wissenschaftliche Erklärung-

durch eine Anregung von „Plasmonen” (virtuelle Gruppierung einzelner Atome),

wobei die Plasmonen-Resonanzfrequenz abhängig ist von der Größe und Form der Gold-Nanopartikel.

Für sphärische Gold-Nanopartikel liegt die Resonanzfrequenz typischerweise

bei 510-540 nm (eben jenes Grün), was dann entsprechend die typische rote Farbe sichtbar werden läßt.

 

„Es lassen sich unter Anderem Kalk-Natron-Glas und Bleiglas zum Goldrubinglas färben.

Die meisten im Handel erhältlichen Goldrubingläser enthalten gewisse Anteile von Bleioxyd,

da das die Bildung der Kolloide unterstützt.

Ein weiterer Bestandteil ist häufig Zinn, das in metallischer Form als Reduktionsmittel zugesetzt wird.

 

Es gibt indes billigere Imitate: Das wesentlich preisgünstigere und eher gelbstichige „Selenrot”

oder ein eher bräunliches „Kupferrubinglas”.

 

Diese Art Glas zu färben wurde erstmals von Antonius Neri in L’Arte Vetraria (Kapitel 129 im 7. Buch) erwähnt.

Johannes Kunckel verfeinerte die Rezepturen später zur Produktionsreife.”

 

(Quelle sinngemäß:  „Wikipedia”)

 

Diese Photos vom Goldrubinglas entstanden

vor einem leicht blauen Tageshimmel:

 

 

 

 

Goldspiegel:

Im Bild ganz oben wie auch hier unten wurde ein Teil des Spiegels von hinten

mit weißem Papier belegt. Dadurch entsteht „Durchlicht“, also von Hinten.

So läßt sich einerseits das Grün im Durchlicht, und andererseits die Reflexion

im Auflicht erkennen.

Um also Mißverständnis vorzubeugen: Der Spiegel ist nicht geteilt o.ä.,

sondern nur von zwei verschiedenen Beleuchtungsrichtungen betroffen:

Durchlicht und Auflicht zugleich.

 
Textfeld: Verkauf:

1) Die Goldspiegel werden von einer Firma in Deutschland im Vakuum-und Aufdampfungsprozeß hergestellt.
Sie haben die Maße von 12 x 12 cm, und sind zum Schutze in einen einfachen, 
naturbelassenen Holzrahmen eingefaßt, der oben mittig eine Öse zum Aufhängen trägt.
Geschützt werden sie durch eine hintere einfache Glasscheibe.

Transparenz im Preis und aktuelle Preissenkung:
Ich habe den Preis jetzt gesenkt, da das Angebot seither nicht angenommen wurde.
Die Selbstkosten für einen Goldspiegel betragen für mich rund 70.- Euro.

Ein Exemplar kostet 80,00 Euro inkl. Mwst; zzgl. Versandkosten.
______________________

2) Das Goldrubinglas wird in Deutschland erschmolzen nach altem Rezept.
Danach wird es als sogenanntes „Überfangglas” im alten Verfahren auf ein Klarglas aufgebracht,
und hernach zu Platten ausgebügelt. (sog. „mundgeblasenes Glas”)
Das Goldrubinglas hat die Maße von 9 x 9 cm, und ist ebenfalls in einen einfachen, 
naturbelassenen Holzrahmen eingefaßt, der oben mittig eine Öse zum Aufhängen trägt.
Hier ist jedoch keine Schutzscheibe nötig, da das Glas selber ausreichend stabil ist.

Die Selbstkosten für ein Goldrubinglas betragen für mich rund  8.- Euro.
Ein Exemplar kostet 15,00 Euro inkl. Mwst. zzgl. Versandkosten.

Versandkosten:

Versand als Päckchen bei „Hermes S” zu 6,49 Euro zum Selbstkostenpreis.


Reklamationen...

...können nur in dem Fall berücksichtigt werden, wenn Transportschäden entstanden sein sollten.
In diesem Falle bitte ich um Rücksendung der defekten Objekte.
Die Holzrahmen sind naturbelassen, insofern sind Unregelmäßigkeiten in Maserung oder Farbe 
kein Grund zu Reklamation.
Sollte Unzufriedenheit anderweitig entstanden sein, so bitte ich um Kontaktaufnahme.
Es wird gewißlich geklärt werden können.

Bestellungen richten Sie bitte an:

Gerhard v. Lüttichau
Mühlenstraße 3
D-18546 Saßnitz/Rügen
Tel/Fax: (038392)-32001
e-mail:

 

 
Textfeld: „Goldpurpur” und „kolloidales Gold”

„Goldpurpur” (auch Cassius’scher Purpur oder Cassius-Gold genannt) ist ein vor 1676
von Andreas Cassius in Leiden entwickeltes Farbpigment.

Es wird durch Reduktion von Gold-III-Chlorid
(Tetrachlor-(III)-säure-trihydrat, z.B. bei  www.carlroth.de, Artikel-Nr. 3867.1)
in wässriger Lösung mit Zinn-II-Chlorid hergestellt.
Die entstehende Lösung enthält purpurfarbiges,  kolloidal gebundenes Gold
auf Zinndioxyd als Trägermaterial.

Eine andere Reduktionsmöglichkeit ist, Gold-III-Chlorid in wässriger Lösung
mit Tri-Natrium-Citrat zu reduzieren (z.b. bei www.carlroth.de, Artikel-Nr. 4088.1).
Dabei fällt das Goldsol aus (kolloidales Gold).

Man könnte auch ein Blatt Blattgold in Königswasser auflösen, 
und hernach reduzieren (evtl. preisgünstiger).
Man kann es in sterile Fläschchen/Ampullen füllen; es ist stabil.

Auf der webseite hier gibt es noch weitere Informationen:




Goldpurpur wird auch zur Herstellung von Goldrubinglas, in der Porzellanmalerei, 
bei Glasuren und Emaille verwendet.

 

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